Krankheit – warum gibt es das?

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Im ersten Blogeintrag habe ich von christlichen Denkrichtungen geschrieben, in denen Gesundheit als notwendiges Geschenk Gottes betrachtet wird. In diesem Denken ist die Gesundheit ein unbedingtes Zeichen einer gesunden Beziehung zu Gott, eines gesunden und ungetrübten Glaubens.      
Das ist ein sehr gefährliches Denken – und schlichtweg falsch. Denn jede Krankheit muss demzufolge notwendigerweise die Folge von Sünde sein.

Dieser brandgefährlichen These widerspricht Jesus selbst.   
Als er und seine Jünger am Tempel in Jerusalem vorbeigingen, sahen sie einen von Geburt an Blinden. Seine Jünger sahen die Krankheit als Folge spezifischer Sünden und fragten daher: „Rabbi (das heißt Lehrer), wer hat gesündigt, sodass dieser blind geboren ist, er oder seine Eltern?“ Jesus antwortete: „Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern; sondern an ihm sollten die Werke Gottes offenbar werden!“ (Johannes 9,2+3)

Über die Bedeutung der Erklärung werde ich an anderer Stelle noch schreiben. Hier soll für jetzt nur sichtbar werden, dass nicht zwingend eine spezifische Sünde für Krankheit verantwortlich ist.           
Natürlich können Sünden zu Krankheit führen, vergleiche dazu Paulus Ermahnung an die Kirche in Korinth im ersten Brief an die Korinther, Kapitel 11 Verse 28-30.
Aber es ist keine Regel. Krankheit und Leid hat viele Ursachen, viele Ziele. Auch über diese wird bei Zeiten (so Gott will) mehr geschrieben.

Dennoch gibt es eine Hauptursache jeder Krankheit – und das ist unsere kollektive Sünde, die aus dem Sündenfall entstammt.

Der Sündenfall. Ein Begriff, der oft gehört aber selten verstanden wird.          
Kurz zusammengefasst handelt es sich um die Auflehnung der ersten Menschen gegen Gottes Willen und damit die Ablehnung gegen seinen guten Plan. Es ist nicht einfach nur das Essen einer Frucht im Paradies, sondern der Wunsch, sich Gott gleichzusetzen und sich die Autorität, die ihm allein gebührt (und die nur er allein ausfüllen kann), selbst zuzusprechen.   
Als der Teufel die Menschen verführte, da lockte er sie nicht nur mit der gut aussehenden Frucht (das auch), sondern vor allem mit den Worten: „An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!“ (1.Mose 3,5)

Die Menschen glaubten dieser Lüge und aßen die Frucht, wollten gerne sein wie Gott. Dabei ist es nicht so, dass Adam und Eva die Urheber der Suppe sind, die wir nun alle auslöffeln müssen. Keineswegs. Vielmehr zieht sich dieser Wunsch, zu sein wie Gott, durch die gesamte Menschheitsgeschichte und durch alle Menschen. Es gibt keinen eigenen Menschen, der nicht um die Herrschaft und Entscheidungsgewalt über alle Aspekte seines eigenen Lebens kämpft – das beginnt bereits in der Wiege.    
„Aber das ist doch nur menschlich!“, mag nun wer einwenden – und darauf kann ich nur antworten: „Genau!“

Und genau das ist das Problem.           
Es gibt einen Wohltäter, der allein weiß, was vollkommen gut und gerecht ist; von dem allein alles Gute kommt und der allein Leben in vollkommener Fülle geben kann. Allein sein Wille und allein seine Weisheit sind fehlerfrei. Und nur er allein hat die Macht, aus Nichts zu erschaffen und das zu erhalten.    
Dieser Wohltäter ist Gott und Er allein.             
Ist es da nicht völlig logisch, dass jeder Weg, der von dem seinen abweicht und jede Entscheidung, die außerhalb seines Willens geschieht, nur falsch sein kann?

Oder anders ausgedrückt:  Wenn ich, der ich keine Ahnung von Programmieren und IT-Wartung habe, auf einmal die alleinige Verantwortung über alle Datenbanken und Netzwerke der europäischen Zentralbank übernehme, würde das nicht unweigerlich in ein weltweites Fiasko münden?

Das nun ist im Sündenfall auf einem kosmisch großen Ausmaß geschehen: Indem der Mensch versucht hat, die Zügel vom alleinigen Lebensspender und vom alleinig Allweisen und Guten zu übernehmen, hat er die gesamte Schöpfung – Erde, Flora, Fauna – Mensch und Tier – in einen Sog der Selbstzerstörung geschleudert.           
So wie ich durch mein Handeln trotz besten Wissen und Gewissen die Zentralbank innerhalb von Stunden in den Boden gerammt hätte, hat unsere Sünde die Schöpfung auf eine Weise korrumpiert, die sich durch alle Ebenen des Lebens zieht. Und damit Krankheit nach sich zieht.

Gott in seiner großen Gnade erhält seine Schöpfung und auch uns – doch in seiner großen Geduld lässt er uns auch in unserem Wahn, selbst Gott sein zu wollen, uns selbst zerstören. Er bewahrt uns vor dem völligen Untergang, schenkt uns sogar Gesundheit, Freude und viel Schönes! Doch die vollkommene Wiederherstellung steht noch aus. Sie wird kommen, ist aber noch nicht da.

Doch noch leiden wir deshalb unter Krankheit, Schmerzen, Nöten.

Die Wissenschaft hat viele Erklärungen für die Herkunft und den Grund von Krankheit. Doch wann immer wir krank darniederliegen, erkennen wir tief in uns, dass das nicht richtig ist, dass das nicht sein sollte. Für diese Erkenntnis hat die Wissenschaft keine befriedigende Antwort. Wir finden sie nur im Sündenfall – und in dem, der uns daraus retten kann. Jesus Christus.

Solltest Du Fragen haben, kontaktiere mich gerne über das Kontaktformular.

Empfehlung für weiteres Studium dazu:

Das Buch 1.Mose in der Bibel

Das Brief an die Römer in der Bibel (v.a. die ersten drei Kapitel)